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Hilfe für Moise
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Hilfe für Moise

Wenn medizinische Expertise und Menschlichkeit zusammenkommen

Was vor 14 Jahren mit mehreren langwierigen chirurgischen Eingriffen begann, zeigt sich heute als voller Erfolg: Moise, ein damals achtjähriger Junge, kam nach schlimmen Brandverletzungen und mit verstümmelten Gliedmaßen von Kigali/Ruanda nach Deutschland, wo er in Bad Kreuznach hochkomplizierten plastischen Eingriffen unterzogen wurde – insbesondere um das Gesicht und die Funktion von Nase, Mund und Augen wieder herzustellen. Die Operation nahm Dr. Andre Borsche vor, Chefarzt der plastischen Chirurgie in Bad Kreuznach und Präsident von Interplast Germany. Heute ist Moise über 20 Jahre alt und studiert mit Begeisterung an der Universität in Kigali Informatik.

Die Rettung des Jungen ist das Ergebnis bester deutsch-afrikanischer Zusammenarbeit zwischen Politik, nicht-regierungsamtlichen Organisationen und der hochentwickelten Medizin.

Wie kam es zu dieser Aktion, die beispielgebend für gute humanitäre Kooperation ist?  Entdeckt wurde Moise von einer Bundestagsdelegation, die zu Besuch in Ruanda war, das durch Partnerschaften stark mit Rheinland-Pfalz verbunden ist. Informiert wurden Luftfahrt ohne Grenzen/Wings of Help (LOG/WoH) und Interplast Deutschland gleichzeitig von der Deutschen Botschaft in Kigali/Ruanda. Mit Hilfe der Botschaft wurde Moise und seine Mutter in einem Slum von Kigali von Botschaftsangehörigen gefunden. Hier schaltete sich dann auch der Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz/ Ruanda e.V.  ein. Mit Hilfe dieses Vereins und LOG wurde Moise nach Deutschland und direkt vom Flughafen Frankfurt aus in das Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach gebracht.

Ab diesem Zeitpunkt übernahm Dr Andre Borsche und sein Team, im Auftrag von Interplast Germany, die Fürsorge für Moise.  Die Mutter des kleinen Jungen wurde vom Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V. untergebracht und während der gesamten Zeit von Verein betreut und begleitet.

Nach zweieinhalb Monaten konnte Moise mit seiner Mutter nach Ruanda zurückfliegen, und dort hielt  LOG/WoH dann wieder den Hauptkontakt. Auch nach der Rückkehr nach Ruanda waren Interplast und der Partnerschaft-Verein Ansprechpartner von Moise, der in einem Internat untergebracht wurde, das ihm seine Schulausbildung sicherte.

LOG/WoH-Vizepräsidentin Marie-Luise Thüne: „Diese großartige gemeinsame Aktion, das Leben des kleinen Jungen zu retten, ist ein leuchtendes Beispiel wie Organisationen, Wissenschaft und Politik gut zusammenarbeiten können:  Luftfahrt ohne Grenzen/Wings of Help  e.V. – Interplast Germany – Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V. sowie das Personal der Botschaft in Ruanda, die m Vorfeld alle Formalitäten zur Ausreise von Mutter und Kind übernommen hatten, um den schnellen Ablauf dieser schwierigen Reise zur Rettung des Jungen aus Ruanda zu gewährleisten.“