Irrawaddy Delta 

Über dieses Projekt

Zyklon Nargis war der erste tropische Wirbelsturm der Sturmsaison 2008 im nördlichen Indischen Ozean. In der Nacht vom 2. auf den 3. Mai traf der Sturm mit Böen von bis zu 240 Stundenkilometern auf das weit verzweigte Irrawaddy-Delta. Gewaltige Flutwellen drangen tief in die Flussarme ein, zerstörten ganze Dörfer und überfluteten die Reisfelder des Landes mit Salzwasser. Fast 140.000 Menschen verloren durch die Naturkatastrophe ihr Leben.

Die humanitäre Hilfe gestaltete sich besonders schwierig, da die damalige Militärjunta des politisch abgeschotteten Landes internationale Hilfsmaßnahmen zunächst massiv behinderte. Insgesamt waren rund 2,4 Millionen Menschen von den Auswirkungen des Wirbelsturms betroffen und dringend auf Hilfe angewiesen.

Mitte des Jahres brachte LOG/WoH drei 40-Fuß-Container mit insgesamt 62 Tonnen Hilfsgütern auf den Weg in das Katastrophengebiet. Die Lieferungen bestanden vor allem aus Baby- und Kindernahrung, Wasserreinigungstabletten, Decken sowie Plastikplanen zur Abdichtung von rund 1.000 beschädigten Häusern. Über den Seeweg und mit Booten gelangten die Hilfsgüter schließlich zu den betroffenen Menschen.

LOG/WoH erkannte früh, dass insbesondere die Fischer durch die Naturkatastrophe ihre gesamte Lebensgrundlage verloren hatten und dringend neue Boote benötigten.

Mit der Aktion „Buy a Boat for Myanmar“ spendete Eintracht Frankfurt elf Fischerboote. Anfang November 2008 konnten neben umfangreichen Nahrungsmittelhilfen erstmals auch elf Fischerboote sowie Fischernetze an betroffene Familien übergeben werden. Jedes einzelne Boot sicherte dabei den Lebensunterhalt von rund fünf Familien. Bis zum Jahr 2009 wurden wurden daraus 120 Fischerboote und im Mai 2009 folgten weitere 80 Boote.

Parallel dazu startete LOG/WoH ein langfristiges Ernährungsprogramm für Kinder. Gemeinsam mit der Organisation World Chefs Without Borders, der zahlreiche renommierte Köche angehören, wurde über Monate hinweg die Versorgung von rund 4.000 Kindern im Delta mit warmen Mahlzeiten organisiert.

Auch über die akute Nothilfe hinaus blieb LOG/WoH engagiert: Im Jahr 2012 unterstützte die Organisation die betroffenen Familien beim Wiederaufbau ihrer Häuser und stellte dafür benötigtes Baumaterial zur Verfügung.