Pakistan Erdbeben

Über dieses Projekt

Das schwerste und international bekannteste Erdbeben in der Region Kaschmir ereignete sich am 8. Oktober 2005. 

Das sogenannte „Kaschmir-Erdbeben“ traf vor allem den pakistanisch verwalteten Teil Kaschmirs sowie die Provinz Khyber Pakhtunkhwa. Mit einer Stärke von 7,6 zählte es zu den verheerendsten Naturkatastrophen in der Geschichte Pakistans. Rund 87.000 Menschen kamen ums Leben, mehr als 100.000 wurden verletzt und nach Schätzungen der Vereinten Nationen verloren rund 3,3 Millionen Menschen ihr Zuhause. Ganze Dörfer wurden zerstört, Straßen unpassierbar und zahlreiche Bergregionen von der Außenwelt abgeschnitten.

Auch in den darauffolgenden Jahren blieb Pakistan von schweren Erdbeben betroffen. Am 29. Oktober 2008 erschütterte ein weiteres starkes Beben die südwestliche Provinz Belutschistan nahe der Stadt Ziarat. Das Erdbeben erreichte eine Stärke von 6,4 und forderte mindestens 215 Todesopfer. Hunderte Menschen wurden verletzt, rund 120.000 verloren ihr Zuhause. 

Bereits wenige Tage nach der Katastrophe von 2005 organisierte Luftfahrt ohne Grenzen / Wings of Help (LOG/WoH) gemeinsam mit der französischen Partnerorganisation Aviation sans Frontières (ASF) umfangreiche Hilfslieferungen in die zerstörten Erdbebengebiete. LOG/WoH gelang es eine Luftbrücke einzurichten, um dringend benötigte Hilfsgüter schnellstmöglich über Islamabad in die betroffenen Regionen zu transportieren.

Am 14. Oktober 2005 brachte die Lufthansa im Auftrag von LOG/WoH rund 105 Tonnen Hilfsgüter nach Pakistan. Ein weiterer Hilfsflug folgte am 10. Januar 2006, bei dem erneut etwa 105 Tonnen Versorgungsgüter in die Krisenregion geflogen wurden. Zu den Lieferungen gehörten insbesondere Zelte und Decken, warme Kleidung, Medikamente, medizinische Ausrüstung sowie Versorgungsgüter für Millionen obdachlos gewordener Menschen.

Die internationale Hilfsbereitschaft nach den Erdbeben war enorm. Auch die Heeresflieger der Bundeswehr arbeiteten mit LOG/WoH zusammen, um medizinische Hilfe, Hilfsgüter und logistische Unterstützung in die schwer zugänglichen Bergregionen zu bringen. Durch diese gemeinsame internationale Unterstützung konnte zahlreichen Menschen in den zerstörten Gebieten geholfen werden.