Dürre- und Hungerkatastrophe in Afrika 

2011 2011 13 Millionen 150 Tonnen 4
Projektbeginn Projektende Menschen, die humanitäre Hilfe benötigten Hilfsgüter  Einsätze

Über dieses Projekt

Die Dürre- und Hungerkatastrophe am Horn von Afrika 2011 war eine der schwersten humanitären Krisen der letzten Jahrzehnte in Ostafrika. Besonders betroffen waren Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti.

Zwei ausgefallene Regenzeiten hintereinander führten zu einer extremen Dürre am Horn von Afrika. Infolgedessen brachen die Ernten zusammen, und Millionen Nutztiere verendeten. Gleichzeitig stiegen die Lebensmittelpreise massiv an, wodurch sich die Versorgungslage der Bevölkerung weiter verschlechterte. Bewaffnete Konflikte, insbesondere in Somalia, erschwerten zusätzlich die humanitäre Hilfe und die Versorgung der betroffenen Menschen.

Die Vereinte Nationen erklärten im Juli 2011 offiziell eine Hungersnot („Famine“). Das war die erste formelle Hungersnot-Erklärung weltweit seit vielen Jahren.

Die Auswirkungen der Hungerkatastrophe waren enorm. Rund 13 Millionen Menschen waren auf humanitäre Hilfe angewiesen. Hunderttausende flohen in Flüchtlingslager, während insbesondere Kinder unter akuter Unterernährung litten. Viele Menschen starben infolge von Hunger, Krankheiten und Wassermangel.

esonders bekannt wurde das Flüchtlingslager Dadaab in Kenia, damals eines der größten Flüchtlingslager der Welt. Viele Menschen flohen aus Somalia dorthin.
Internationale Hilfsorganisationen und Airlines organisierten große Luftbrücken mit Lebensmitteln, Medikamenten, Wasseraufbereitung, Zelten und Notunterkünften.

2011 organisierte Luftfahrt ohne Grenzen / Wings of Help gemeinsam mit Lufthansa Cargo und weiteren Partnern mehrere Hilfsflüge nach Nairobi und Ostafrika. Einer dieser Flüge brachte rund 50 Tonnen Hilfsgüter — darunter Medikamente und Lebensmittel — direkt nach Nairobi in Kenia.
Ein Frachter mit 90 Tonnen Hilfsgütern ging an die hungernden Menschen in Kenia.