Convoy of Hope

Über dieses Projekt

Der syrische Bürgerkrieg entwickelte sich nach Einschätzung der Vereinten Nationen zur größten humanitären Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg: Rund 250.000 Menschen verloren ihr Leben, mehr als zwölf Millionen wurden vertrieben. Als unmittelbares Nachbarland nahm die Türkei den größten Teil der Flüchtlinge auf. Die zunächst eingerichteten 24 Großlager stießen jedoch rasch an ihre Kapazitätsgrenzen. Vor den offiziellen Camps entstanden provisorische Zeltsiedlungen, in denen Familien unter schwierigsten Bedingungen in notdürftig errichteten Unterkünften lebten.

Luftfahrt ohne Grenzen / Wings of Help engagierte sich bereits ab 2012 an der türkisch-syrischen Grenze – zu einem Zeitpunkt, als die Türkei erst rund 42.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen hatte. Mit dem dramatischen Anstieg auf später über zwei Millionen Geflüchtete weitete die Organisation ihre humanitäre Hilfe kontinuierlich aus.

Unter dem Namen „Convoy of Hope“ organisierte LOG/WoH mehrere große Hilfskonvois auf der rund 4.000 Kilometer langen Strecke von Frankfurt nach Gaziantep. In enger Zusammenarbeit mit der Daimler AG, die Sattelzüge und Treibstoffkosten bereitstellte, wurden Hunderten Tonnen Hilfsgüter in die Flüchtlingsregionen Gaziantep und Suruç gebracht. Vor Ort erfolgte die Verteilung gemeinsam mit dem Türkischen Roten Halbmond (Kizilay) sowie dem International Medical Corps (IMC). – Vor allem Frauen und Kindern, die rund 80 Prozent der Betroffenen ausmachten, konnte damit geholfen werden.

Die Hilfskonvois im Überblick:

  • Erster CONVOY OF HOPE (September 2013): 288 Tonnen Hilfsgüter mit 15 Sattelzügen 

  • Zweiter CONVOY OF HOPE (Dezember 2013): 408 Tonnen Hilfsgüter mit 17 Sattelzügen 

  • (März 2014): 624 Tonnen Hilfsgüter mit 8 Sattelzügen 

  • (Oktober 2014): 336 Tonnen Hilfsgüter mit 14 Sattelzügen 

  • Dritter CONVOY OF HOPE (Juni 2015): 360 Tonnen Hilfsgüter mit 8 Sattelzügen 

Der erste „Convoy of Hope“ umfasste unter anderem medizinische Versorgung für rund 70.000 Flüchtlinge, Kindernahrung für etwa 100.000 Kinder, Impfstoffe für mehr als 50.000 Kinder, 10.000 Decken, Winterkleidung, 350 Rollstühle, zwei Ambulanzen sowie sieben Emergency Kits zur dreimonatigen Grundversorgung von insgesamt 70.000 Menschen.

Der zweite Konvoi transportierte zusätzlich drei Krankenwagen, winterfeste Familienzelte, Lebensmittel, Medikamente und Winterkleidung. Weitere in der Türkei gefertigte Familienzelte für bis zu acht Personen ergänzten die Hilfsmaßnahmen vor Ort.

Die Hilfslieferungen im Oktober 2014 orientierten sich gezielt am Bedarf der lokalen NGO-Partner und konzentrierten sich insbesondere auf dringend benötigte Ambulanzen und medizinische Versorgungsgüter für das syrische Grenzgebiet.

Insgesamt brachte LOG/WoH mehr als 50 Sattelzüge mit Hilfsgütern im Gesamtwert von über zehn Millionen Euro in das Krisengebiet. 

Ermöglicht wurden die Missionen durch die Unterstützung zahlreicher Partner und Förderer, darunter das Auswärtige Amt, die Conrad Hilton Foundation, die Stiftung der Deutschen Bahn AG gemeinsam mit Schenker Deutschland AG, Milupa-Danone, Gebr. Heinemann, die Fraport AG und viele weitere Unternehmen und Institutionen.