Mosambik
Über dieses Projekt
Am 14. März 2019 fegte Zyklon Idai mit zerstörerischer Kraft über Mosambik. Mehr als 1.000 Menschen verloren ihr Leben, rund 110.000 Häuser wurden zerstört. Die zweitgrößte Stadt des Landes, Beira, war zu 90 Prozent beschädigt oder zerstört – Straßen, Krankenhäuser, Schulen und Telefonleitungen wurden weggefegt.
Insgesamt waren über 1,7 Millionen Menschen von den Folgen des Zyklons betroffen. Als wäre das nicht genug, traf nur wenige Wochen später mit Zyklon Kenneth ein weiterer schwerer Wirbelsturm auf Mosambik, diesmal im Norden des Landes in der Provinz Cabo Delgado.
Die Helfer von Luftfahrt ohne Grenzen / Wings of Help (LOG/WoH) reisten unmittelbar nach der Katastrophe nach Beira – dem Epizentrum des Zyklons – und trafen dort auf ein Bild vollständiger Zerstörung. Im Katastrophengebiet herrschte Cholera, die Menschen wurden von Malaria bedroht und eine Hungersnot war ausgebrochen.
Ab April 2019 stellte Luftfahrt ohne Grenzen / Wings of Help (LOG/WoH) ein breites humanitäres Hilfsprogramm für die von den Zyklonen betroffenen Regionen Mosambiks auf. Im Frühjahr trafen Lastwagen mit 12 Tonnen Medikamenten für rund 7.000 Menschen aus Südafrika in den Krisengebieten Beira und Pemba ein – begleitet von einem Team aus Frankfurt. Wasserreinigungstabletten zur Aufbereitung von rund zwei Millionen Litern Trinkwasser zählten ebenfalls zu dieser Lieferung. Vor Ort übernahm das Mosambikanische Rote Kreuz die Verteilung an die Betroffenen.
An den International Medical Corps (IMC) wurde Medizin gegen Cholera für 2.000 Erkrankte übergeben sowie 10.000 Nahrungseinheiten für etwa 3.000 unterernährte Kinder.
Straßenkinder, die sich „Football Boys and Girls“ nennen, erhielten Sportausrüstung und nachhaltige Trainingsmöglichkeiten in der Hulene-Schule – gemeinsam mit 850 weiteren Kindern.
Die gesamte Hilfsaktion wurde in enger Zusammenarbeit mit der ehemaligen Ministerpräsidentin Mosambiks, Luísa Dias Diogo, koordiniert.