Haiti

2010

2014

mehr als 230.000

Über 450 Tonnen

 

Projektbeginn

Projektende

Todesopfer

Hilfsgüter

 

Über dieses Projekt

Das verheerende Erdbeben vom 12. Januar 2010 mit einer Stärke von 7,0 erschütterte große Teile der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince und kostete mehr als 230.000 Menschen das Leben. Der weitgehend isolierte Inselstaat war auf direktem Weg kaum erreichbar, was die internationale Hilfe massiv erschwerte.

Luftfahrt ohne Grenzen / Wings of Help (LOG/WoH) gehörte zu den ersten Organisationen, die unmittelbar nach der Katastrophe internationale Soforthilfe leisteten. Bereits wenige Tage nach dem Erdbeben versorgte LOG/WoH gemeinsam mit der Fluggesellschaft Condor die betroffene Bevölkerung mit rund 25 Tonnen Hilfsgütern. Über die Dominikanische Republik wurden in mehreren Einsätzen dringend benötigte Lieferungen in die Erdbebenregion gebracht.

Von Santo Domingo aus gelangten mit Unterstützung von Airbus sowie durch den Einsatz von Helikoptern Notärzte, Sanitäter, medizinische Ausrüstung und lebenswichtige Medikamente in jene Gebiete, die vollständig von der Außenwelt abgeschnitten waren. Darüber hinaus kamen die Helikopter auch bei verschiedenen Such- und Rettungsmissionen zum Einsatz.

Im Februar 2010 wurden rund 400 Tonnen Hilfsgüter auf dem Seeweg nach Haiti verschifft, darunter Kindernahrung, Trinkwasser, medizinisches Material und Decken.

Auch Jahre nach dem Erdbeben blieb Haiti ein zentrales Einsatzgebiet von LOG/WoH. Gemeinsam mit internationalen Partnern wurden weiterhin Medikamente, Cholera-Hilfen, Decken, Kleidung und medizinische Güter in das Land transportiert.

Im Jahr 2012 entstand daraus unter anderem die medizinische Luftbrücke „Wings of Med“. Im Rahmen dieses Projekts wurden 140.000 Einheiten der dringend benötigten Ringer-Laktat-Lösung nach Haiti geliefert. Nach Angaben des International Medical Corps (IMC) konnte dadurch die Sterblichkeitsrate von Cholera-Erkrankten von 18,8 Prozent auf lediglich 0,08 Prozent gesenkt werden.

Durch diese Hilfsaktion von Luftfahrt ohne Grenzen / Wings of Help in Kooperation mit Condor, dem International Medical Corps (IMC), Leisure Cargo sowie der Fraport AG konnten mehr als 1.000 Menschen vor den tödlichen Folgen der Cholera bewahrt werden.