Griechenland – Flüchtlungsdrama in Hellas
| 2016 | 2022 | >1.300 Tonnen | >50 | 80 |
| Projektbeginn | Projektende | Hilfsgüter | Sattelzüge | Computer |
Über dieses Projekt
Seit 2016 erreichten hunderttausende Flüchtlinge – vor allem aus Syrien, Afghanistan und dem Irak – über die Ägäis die griechischen Inseln. Was sie dort vorfanden, waren völlig überfüllte Lager:
Im sogenannten „Hotspot" auf Chios waren zeitweise 2.090 Menschen untergebracht, obwohl das Camp nur für 1.000 Personen vorgesehen war. Zeltplanen und Säcke überspannten jeden freien Platz.
In Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze harrten rund 14.000 Flüchtlinge unter katastrophalen Bedingungen aus. Im Winter 2017 brachen die Zelte der Menschen unter einem halben Meter Schnee zusammen – Frauen und Kinder liefen in Sommerschuhen oder Socken durch den Schnee, manche Kinder hatten nicht einmal Strümpfe.
Luftfahrt ohne Grenzen / Wings of Help (LOG/WoH) reagierte schnell und entschlossen. Bereits am 14. März 2016 wurden alle verfügbaren Ressourcen gebündelt, und nur drei Tage später fuhren mehrere Sattelzüge mit 130 Tonnen Hilfsgütern – Windeln, Kindernahrung, Zwieback, Decken und Mineralwasser – in Richtung Idomeni. Partner dieser ersten Aktion waren Human Help Network e.V. aus Mainz und der International Medical Corps (IMC), unterstützt von Hassia Mineralquellen und privaten Spendern.
In den Folgejahren intensivierte LOG/WoH die Hilfsbrücke nach Griechenland kontinuierlich:
Sommer 2016 – Chios & Leros: Mehrere LKW auf die Inseln | im August nach einem Großfeuer erneut zwei Sattelzüge mit Kindernahrung, Windeln und Kleidung.
2016 – Thessaloniki, Lager Oreokastro: Rund 1.500 Flüchtlinge | viele Frauen und Kleinkinder, warteten seit Monaten auf ihren Asylbescheid | LOG/WoH brachte mit Unterstützung der Margarethe-Müller-Bull-Stiftung 156 Tonnen Hilfsgüter dorthin.
Winter 2017 – Thessaloniki: Der siebte Hilfstransport für Griechenland | neun schwere Sattelzüge mit 216 Tonnen warmer Winterkleidung, Decken, Medizin und Kindernahrung.
2018 & 2019 – Athen & griechische Inseln: 14 Sattelzüge mit 336 Tonnen nach Athen | 12 Sattelzüge mit 276 Tonnen warmer Kleidung, Babynahrung, Windeln und 1.000 Stoff-Teddybären für Kinder.
2020 – Hellas (Corona-Jahr): regelmäßige LKW-Transporte mit über 544 Tonnen Hilfsgütern – Masken, Nahrungsmittel, Medikamente und 80 Computer für Schulen in den Camps.
2022 – Thessaloniki: Versorgung von rund 500 Vertriebenen aus Afghanistan | darunter ehemalige Parlamentsmitglieder, Richter und Universitätsprofessoren | mit warmer Kleidung und Güter des täglichen Bedarfs.
Langfristige Partner vor Ort waren „The Smile of the Child", die größte griechische Hilfsorganisation, sowie „Elpida Home" in Thessaloniki, die sich um Asylsuchende mit menschenwürdiger Unterkunft, einer Schulküche und Familienräumen kümmert.